Sonntag, 29. Mai 2011

Doctors 2.0 & You: Eine Konferenz zur Untersuchung des Innovationspotentials von Web 2.0 aus ärztlicher Perspektive

Vom 22. bis 23. Juni 2011 findet in Paris an der Cité Universitaire Internationale erstmalig die Konferenz "Doctors 2.0™ & You" statt. Konferenzveranstalter ist die in Paris ansässige Healthcare-Beratung Basil Strategies. Basil Strategies hatte sich bereits 2010 als Mitveranstalter der Health 2.0 Europe Konferenz einen Namen gemacht (schnittstelle:wissen berichtete ausführlich).

Auf der Agenda steht, wie sich Social Media auf das Gesundheitswesen auswirken. Das Gesundheitswesen befindet sich an einem Wendepunkt, da technologische Errungenschaften immer häufiger Verwendung finden und die Bedeutung und der Einfluss von Online-Tools immer weiter zunimmt. Hauptaugenmerk liegt darauf, wie Ärzte soziale Medien und Web 2.0-Tools nutzen, um mit Patienten, Kollegen, Vertretern der Pharmaindustrie, Leistungsträgern und Krankenhäusern in Verbindung zu treten oder zu kooperieren.

Anders als auf vergleichbaren Konferenzen, bei denen der Fokus auf den E-Patienten liegt, nehmen hier Fachleute aus ganz Europa, den USA und Israel die Perspektive der Ärzteschaft ein und referieren über deren professionelle Nutzung von neuen und sozialen Medien und wie sich dies ganz praktisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich auf das Gesundheitswesen auswirkt.

Der Arzt - das unbekannte Wesen innerhalb der Social Media? Nach wie vor ist wenig bekannt, wie Ärzte derzeit von diesen Tools Gebrauch machen und welche Ergebnisse, "Best Practices" und Möglichkeiten sich daraus ergeben bzw. welchen Herausforderungen sie dabei begegnen. Auf der Tagesordnung stehen Themen wie geeignetes Social Networking, Akzeptanz aufseiten der Ärzteschaft und Vorbehalte gegenüber neuen Tools sowie maßgebliche Geschäftsmodelle, um die Debatte in Gang zu bringen und den Informationsaustausch mithilfe von Workshops, Gesprächsrunden, interaktiven Ausstellungen und sozialen Veranstaltungen zu fördern. Die Konferenz wird Ärzte, Ärztegemeinschaften und Patientenvereinigungen, Lieferanten von Internet- und mobilen Tools, Krankenhäuser, Versicherer, Pharmaunternehmen und Regierungsstellen zusammenführen. Zu den Rednern gehören unter anderem internationale Experten wie Jacques Lucas (Nationale französische Ärztekammer), Bertalan Mesko (Webicina), Victor Montori (Mayo Clinic), Lucien Engelen (Radboud Med Center) oder Len Starnes (Global E-Business, Bayer Schering Pharma).

"Das Gesundheitswesen befindet sich an einem Wendepunkt, da technologische Errungenschaften immer häufiger Verwendung finden und die Bedeutung und der Einfluss von Online-Tools immer weiter zunimmt", konstatiert Denise Silber von Basil Strategies und Veranstalterin von "Doctors 2.0™ & You". "Während es einerseits keine einfache Antwort auf die Frage gibt, wie Ärzte soziale Medien einsetzen oder in der Zukunft in der Praxis nutzen werden, besteht kein Zweifel daran, dass branchenweite Fortschritte nicht ohne Berücksichtigung der ärztlichen Perspektiven erzielt werden können. 'Doctors 2.0™ & You' wird diese Perspektiven voranbringen und ein interaktives Forum bieten, um zu erörtern, was sich rund um die neuen und bereits vorhandenen Kommunikationstools wirklich ereignet, welche Erwartungen die Ärzte hegen und welche Entwicklungen in der Zukunft wünschenswert sind."

Weitere Informationen finden sich unter http://www.doctors20.com/ oder wenn Sie Doctors 2.0 & You und ihre Communities und Gruppen auf Twitter, LinkedIn, Facebook und YouTube verfolgen.

Kommentare:

  1. Eine schöne Diskussionsgrundlage zu diesem Thema könnte eine aktuelle Arztumfrage des ÄND sein. Hier der zugehörige Pressetext:

    Neue Studie: So nutzen Ärzte Facebook, Twitter & Co.

    08.04.2011 - 12:07 Uhr, Ärztenachrichtendienst Verlagsgesellschaft mbH (änd)
    Hamburg (ots) - Mehr als jeder zweite niedergelassene Arzt nutzt bereits soziale Netzwerke
    wie Facebook, Twitter & Co. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des
    Ärztenachrichtendienstes (ÄND) unter den Lesern seiner Portale Facharzt.de, Hausarzt.de und
    Zahnärztenachrichtendienst.de. Mehr als 1.000 Mediziner beteiligten sich und machten die
    Umfrage damit zur größten ihrer Art zu diesem Thema.
    "Die hohe Aktivität der Ärzte auf sozialen, nicht-medizinisch geprägten Netzwerken hat selbst
    uns überrascht", sagt Karl-Heinz Patzer, Projektleiter für Marktforschung und Umfragen beim
    ÄND. Doch wie stark nutzen Ärzte diese Medien auch wirklich beruflich? "Auch dazu hat die
    Studie sehr klare Ergebnisse erbracht", berichtet Patzer. Klar ist aber auch: Weit mehr als
    die Hälfte der Ärzte sind fest davon überzeugt, dass Social Media in Zukunft ein weit
    wichtigere Rolle spielen wird - und sie sich deshalb damit auch intensiver beschäftigen
    werden.
    Sehr klare Aussagen trafen die Befragten auch dazu, was sie sich von solchen Medien in
    Zukunft versprechen und wünschen. Abgefragt wurde darüber hinaus: Welche Plattformen rangieren
    auf der Bekanntheits- und Beliebtheitsskale auf den oberen Rängen? Haben die Ärzte dort einen
    eigenen Account? Wie aktiv nutzen sie die Plattform? Nutzen sie sie auch mobil? Und: Was
    hindert die "Verweigerer", sich auf sozialen Plattformen zu engagieren?
    Ein Arzt fasste zum Abschluss der Umfrage den Stand der Dinge für sich so zusammen: "Wenn ich
    Social Networks nutze, will ich mich optimal darstellen. Kostet viel Zeit, wird im
    Gesundheitswesen mit zunehmender Konzentration kommen und wer überleben will - wie wir - wird
    sich diesen Entwicklungen nicht verschließen."
    Den kostenpflichtigen Berichtsband mit Ergebnisinterpretation, grafischer Aufbereitung und
    Tabellenwerk sowie Antwort auf Ihre Rückfragen erhalten Sie bei Karl-Heinz Patzer, 0151/212
    75 744, kh.patzer@aend.de
    Im Netzwerk des Ärztenachrichtendienstes (änd) sind über 47.000 Nutzer registriert, es finden
    sich über 600.000 Beiträge zu medizinischen, technischen und gesundheitspolitischen Themen
    online. Einzigartig im Internet: Der änd wird seit vielen Jahren von seinen eigenen Lesern
    finanziert. Mehr als 7.000 Abonnenten zahlen freiwillig für die Nutzung, obwohl der Zugang
    auch kostenlos zu haben ist.
    Pressekontakt:
    Karl-Heinz Patzer
    Tel: 0151/212 75 744
    Mail: kh.patzer@aend.de

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  2. Besten Dank für den Hinweis, Herr Patzer. Und wenn Sie ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung stellen möchten, verweise ich auf meine Adresse im Impressum.

    Beste Grüße
    Ulrich Wirth

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  3. Man sollte hier vielleicht auch die etablierte Konkurrenzveranstaltung, Medicine 2.0 (World Congress on Social Media in Medicine) erwaehnen, die seit 2008 jaehrlich stattfindet. Dieses Jahr an der Stanford University (September 16, 2011 – September 18, 2011), naechstes Jahr wohl wieder in Europa. http://www.medicine20congress.com

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  4. @ Herr Patzer - ja zumindest Abstract der Ergebnisse wär sehr interessant!

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  5. Herzlichen Dank für die beiden Hinweise!

    @Herr Eysenbach: Tatsächlich hatte ich das zu einem späteren Zeitpunkt auch vor. Die letztjährige Tagung war ganz in der Nähe Triers, in Maastricht, leider hatte ich keine Gelegenheit, daran teilzunehmen.

    @Frau Endemann: Unbedingt!

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