Dienstag, 3. Mai 2011

A propos Employability: wodurch wird die individuelle Beschäftigungsfähigkeit beeinflusst?

Es gibt eine Reihe von Merkmalen und Anforderungen, die die individuelle Beschäftigungsfähigkeit beeinflussen:[1]

  • fachliche Kompetenz 
  • Initiative und Aktivität, das Erkennen und Nutzen von Chancen 
  • Eigenverantwortung für Entwicklung und Ziele 
  • Zielorientiertes Handeln 
  • Engagement und Ausdauer 
  • Lernfähigkeit und Lernbereitschaft
  • Teamfähigkeit 
  • Kommunikationsfähigkeit und Wirksamkeit in Kommunikation 
  • Empathie, Einfühlungsvermögen 
  • Belastbarkeit, Fähigkeit zum Umgang mit ungewohnten Situationen 
  • Konfliktfähigkeit und Frustrationstoleranz 
  • Aufgeschlossenheit und Offenheit gegenüber neuen Sachverhalten, Ideen, Prozessen und Erfahrungen 
  • Fähigkeit zur Selbstreflexion

Klasse Checkliste, nicht wahr? Und wo finden wir jetzt einen Arbeitnehmer, der all diese übermenschlichenfachlichen Kompetenzen in optimaler Ausprägung besitzt? Nirgends, denn ein solcher würde geradezu einen Idealtypus darstellen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob das überhaupt in der geballten Form wünschenswert wäre. Wahrscheinlich macht's die Mischung.
Jedenfalls ist ein solches Bild von Employability ganz und gar unopisch, und deswegen sollten wir einen anderen Betrachtungspunkt einnehmen, um ein realistischeres Bild von Beschäftigungsfähigkeit erhalten, welches sodann auch umsetzbar ist. Z. B. in einem Curriculum, denn damit beschäftige ich mich gerade.
Bei der ganzen Employability-Diskussion geht es letztlich also um nichts Geringeres, als angehende Arbeitnehmer dazu zu ermächtigen, dass sie „Veränderungen in den Anforderungen erkennen und nachvollziehen“ können, so die simple wie grundlegende Philosophie des auf das Arbeitnehmerindividuum zentrierten Employability-Konzepts. Das Individuum soll also dazu befähigt werden, sich regelmäßig die Sinnfrage zu stellen, ob die eigenen Fähigkeiten, Einstellungen und Eigenschaften noch mit den Anforderungen des gewünschten beruflichen Umfelds übereinstimmen. Und folgten diesem Matching Taten, wäre das dann ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess. 



[1]      Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Beschäftigungsfähigkeit [Datum des Zugriffs: 2011-05-051 sowie J. Rump. und S. Eilers: Grundlagen. In J. Rump, T. Sattelberger und H. Fischer (Hrsg.): Employability Management – Grundlagen, Konzepte, Perspektiven. Wiesbaden 2005, S. 13-76, hier S. 47f.

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