Montag, 3. Oktober 2011

Wenn ein Sieg doppelt schmeckt. Absolventin der Euro-Schulen Trier erneut ausgezeichnet

Andrea Greve darf sich schon wieder freuen. Nachdem sie im Februar 2011 bereits mit dem Juniorenpreis des Fachverbands für Dokumentation und Informationsmanagement in der Medizin (DVMD e. V.) ausgezeichnet worden war, erhielt sie nun auch den renommierten GMDS-Förderpreis für Studierende. Das ist durchaus ungewöhnlich, denn Andrea Greve wird nicht für eine Diplomarbeit ausgezeichnet, sondern für ihre Abschlussarbeit als Medizinische Dokumentationsassistentin (MDA). Diese Abschlussarbeit, bei der es sich um die Zwischenauswertung der Psoriasis-Studie handelt, hatte sie im Rahmen ihres Praktikums als MDA am Universitätsklinikum Erlangen erstellt. Das deutet einmal mehr daraufhin, wie hochwertig die Ausbildung zur Medizinischen Dokumentationsassistentin an den Euro-Schulen Trier ist, wenn deren Absolventen auch mit Hochschulabsolventen mithalten können.

Die Psoriasis oder Schuppenflechte ist eine der häufigsten chronisch entzündlichen Erkrankungen des Menschen. Je nach Verlauf und Ausmaß der Erkrankung kann die Lebensqualität des Betroffenen erheblich eingeschränkt sein. Wie bei den meisten chronischen Erkrankungen ist es daher für den Patienten umso hilfreicher, je tiefer sein Wissen um seine Krankheit ist: nur dann kann er adäquat mit seiner Krankheit umgehen. Erfolg versprechen Schulungsmaßnahmen, jedoch werden diese für Schuppenflechte in Deutschland bislang kaum angeboten. Wohl aber in der Universitäts-Hautklinik Erlangen, die diese im vierten Jahr anbieten und mittlerweile über 100 Betroffene geschult haben. Doch wie ist es um die Wirksamkeit solcher Schulungen bestellt? Besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Schulungen von Patienten mit Schuppenflechte und der Verbesserung von deren Lebensqualität? Bisher stand der statistische Beweis noch aus.

Diesen Beweis hat Andrea Greve mit ihrer Abschlussarbeit „Effekte von standardisierten Schulungsmaßnahmen auf Krankheitsaktivität und Lebensqualität bei Erwachsenen mit Psoriasis“ nun erbracht. Und das Ergebnis ist durchaus beeindruckend: Dass sich die Schulungen positiv auf die Lebensqualität der Erkrankten auswirken, fand die Triererin in ihrer statistischen Untersuchung heraus, die sie als Projektarbeit im Rahmen ihrer Ausbildung zur Medizinischen Dokumentationsassistentin (MDA) an den Euro-Schulen Trier erstellt hatte. Das bedeutet konkret, dass die Erkrankten zwar nicht gesund werden, jedoch ihre Krankheit akzeptieren lernen und sich einfach besser fühlen, und das sogar noch ein Jahr nach der Schulung.

Andrea Greve nahm den mit 500 Euro dotierten Förderpreis auf der 56. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) am 28. September 2011 in Mainz aus den Händen von Prof. Dr. Johannes Haerting entgegen, dem Vorsitzenden der GMDS. „Nachdem der DVMD-Juniorenpreis in der Kategorie ‚Praktikums- und Studienarbeiten Medizinische Dokumentationsassistenz’ ununterbrochen seit 2005 nach Trier geht, freuen wir uns mit Andrea Greve über den erstmaligen Gewinn des GMDS-Preises“, strahlt Ulrich Wirth, Leiter der Höheren Berufsfachschule für Medizinische Dokumentationsassistenten: „Das beweist einmal mehr, dass sich unsere berufsfachschulische Ausbildung auch locker gegenüber entsprechenden Studienangeboten behaupten kann.“

Die Ausbildung zur MDA an den Euro-Schulen Trier dauert zwei Jahre und beinhaltet die Hauptfachgruppen Medizin, Dokumentation, EDV sowie Organisation und Projektmanagement. Sie kann als Erstausbildung für Schulabgänger ab der Mittleren Reife absolviert werden. Als Weiterbildung ist der Beruf des MDA interessant für diejenigen, die bereits eine Ausbildung im pflegerischen, medizinisch-technischen oder kaufmännischen Bereich gemacht haben und sich weiter qualifizieren wollen. Der neue Kurs hat soeben am 4. Oktober 2011 begonnen, einige wenige Plätze sind für Schnellentschlossene noch frei.

Bildunterschrift: 
Andrea Greve (links) nimmt den Förderpreis aus den Händen des GMDS-Vorsitzenden Prof. Dr. Johannes Haerting entgegen (Foto: Ulrich Wirth)

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