Freitag, 30. März 2012

Position des DVMD zu den Mindestanforderungen für die Ausbildung zur/m Medizinischen Dokumentationsassistentin/en

Die zweijährige Ausbildung zum/r Medizinischen Dokumentationsassistenten/in (MDA) ist an den meisten Berufsfachschulen staatlich anerkannt, die Berufsbezeichnung selbst ist aber nicht staatlich geschützt, anders als beispielsweise bei den Gesundheits- und Krankenpflegern. Neben grundständig ausgebildeten MDA gibt es daher auch solche, die ihren Titel per Kurzqualifizierungsmaßnahme erworben haben. 

MDA darf sich damit jeder nennen, auf dessen trägerinternem Zertifikat diese Bezeichnung steht – unabhängig davon, ob er in einer staatlich anerkannten Ausbildung das gesamte Spektrum der Klinischen Dokumentation während zweier Jahre und mehrerer Praktika gründlich gelernt haben oder lediglich in einer Blockveranstaltung über mehrere Wochen oder Monate oder einem mehrwöchigen Kursus die Geheimnisse des DRG-Systems allenfalls gestreift haben. Die Auswirkungen davon sind ärgerlich, wie ich an anderer Stelle bereits dargestellt habe. 

Der DVMD, Fachverband für Dokumentation und Informationsmanagement in der Medizin, hat zu dieser Problematik nun endlich Stellung bezogen. Der DVMD beschreibt die aktuelle Ausbildungslandschaft, die Mindestanforderungen einer Ausbildung "Medizinische/r Dokumentationsassistent/in" und die Unterschiede zwischen der grundständigen Ausbildung und Weiterbildungsmodellen. 

Der DVMD hat sich dafür ausgesprochen, von einer Ausbildung mit einer Regelausbildungszeit von mindestens zwei Jahren solche Modelle abzugrenzen, die inhaltlich und zeitlich verkürzte Kurse (z.B. zum Kodierassistenten) anbieten. Hierbei, so der DVMD weiter, handele es sich NICHT um eine grundständige Ausbildung, sondern um Weiterbildungen. Im Gegensatz zur zweijährigen MDA-Ausbildung, die auf Basis des DVMD-Rahmenlehrplans durchgeführt wird, könnten Unterrichtsmodelle unter zwei Jahren maximal Teilaspekte der Medizinischen Dokumentation vermitteln. Daher dürfte diese nicht als MDA-Ausbildung bezeichnet werden. Entsprechend ist auf die Bezeichnung "MDA" in Kursbeschreibungen und Zertifikaten zu verzichten.

Den genauen Wortlaut des Positionspapiers lesen Sie hier

Montag, 12. März 2012

Den Pflegeberuf attraktiver machen

Universitätsmedizin Mainz bietet ab August 2012 Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung in Teilzeit an 

Ab August 2012 bietet die Universitätsmedizin Mainz erstmals eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger an, die in Teilzeit absolviert werden kann. Damit alle Inhalte der regulären Ausbildung adäquat vermittelt werden können, dauert die Ausbildung vier statt drei Jahre. So soll der Pflegeberuf auch für diejenigen attraktiver werden, die eine Vollzeitausbildung nicht absolvieren können, etwa für Personen mit familiären Verpflichtungen wie die Erziehung von Kindern oder die Pflege von Angehörigen. 

"Die zentrale Frage, die wir uns in diesen Zeiten stellen müssen ist: Wie können wir genügend Nachwuchs für die Pflegeberufe gewinnen?", betont Evelyn Möhlenkamp, Pflegevorstand der Universitätsmedizin Mainz. "Ein Weg hierzu führt sicherlich darüber, neue Zielgruppen für die Pflege zu erschließen. Dem tragen wir mit diesem Angebot für eine vierjährige Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger Rechnung." 

Zunächst will die Universitätsmedizin Mainz 22 Teilzeitausbildungsplätze anbieten. In dem entsprechenden Lehrplan wurden die Theorie- und Praxisblöcke verlängert: So werden die Inhalte jedes Ausbildungsjahres nicht innerhalb eines Jahres, sondern innerhalb des entsprechend verlängerten Zeitraums von einem Jahr und vier Monaten vermittelt. Dadurch ist die Vermittlung der Lernmodule analog der dreijährigen Vollzeitausbildung sichergestellt. Auch die praktischen Einsätze sind inhaltlich analog zur dreijährigen Ausbildung, verteilen sich aber auf den größeren Zeitraum von vier Jahren. Ausgehend von einer 38,5 Stunden-Woche in Vollzeit, absolvieren die Teilzeit-Schüler 29 Wochenstunden über vier Jahre. 

"Auch bei der Urlaubsplanung haben wir auf familienfreundliche Bedingungen geachtet", erläutert Rosl Becker, Leiterin der Staatlich anerkannten Gesundheits- und Krankenpflegeschule und Schule für Krankenpflegehilfe an der Universitätsmedizin Mainz. "So haben wir die Urlaubszeiten bevorzugt auf die Schulferien gelegt und an den Brückentagen sowie über Weihnachten und Neujahr generell Urlaubstage eingeplant." "Indem wir versuchen, den examinierten Gesundheits- und Krankenpflegern nach Ende der Ausbildung ebenfalls genügend Teilzeitangebote zu machen, hoffen wir, den Pflegeberuf nachhaltig für neue Zielgruppen attraktiver zu machen", so Evelyn Möhlenkamp abschließend.
 
Über die Staatlich anerkannte Gesundheits- und Krankenpflegeschule und Schule für Krankenpflegehilfe 

Die Krankenpflegeschule in Mainz wurde 1929 gegründet und stellt in 6 Kursen jeweils 25 Ausbildungsplätze in Vollzeit zur Verfügung. Dazu kommen nun 22 Teilzeitausbildungsplätze. Die Berufsbezeichnung nach abgeschlossener Ausbildung lautet "Gesundheits- und Krankenpfleger/in". Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger pflegen und versorgen eigenverantwortlich kranke und pflegebedürftige Menschen, führen eigenständig ärztlich veranlasste Maßnahmen aus, assistieren bei Untersuchungen und Behandlungen und dokumentieren Patientendaten. Ein weiterer Aufgabenschwerpunkt ist die Gesundheitsvorsorge und Beratung von hilfsbedürftigen Menschen und deren Bezugspersonen. Gesundheits- und Krankenpfleger arbeiten hauptsächlich in Krankenhäusern, Facharztpraxen oder Gesundheitszentren. 

(Quelle: Pressemitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz vom 2. Februar 2012)

Donnerstag, 8. März 2012

Personal Branding 2.0. Wie Soziale Netzwerke zur Imagebildung beitragen. Ein crossmediales Bewerbertraining

Workshop im Rahmen der 12. DVMD Fachtagung 2012 in Braunschweig

Termin
Freitag, den 21.09.2012, 9:15 – 16:00 Uhr

Ort
Braunschweig

Kosten
Mitglieder: 90,- €
Nicht-Mitglieder: 140,- €

Referenten
Ulrich Wirth M.A.,
Matthias Mayer

Kurzbeschreibung des Workshops
Social Media sind mittlerweile nicht nur ein fester Bestandteil der alltäglichen Kommunikation, sondern vor allem ein Ernst zu nehmender. Ob Facebook, Twitter oder YouTube – jeder nutzt die Möglichkeiten, die das Mitmach-Web bietet, und das auf ganz individuelle Art. Auch die Personalverantwortlichen, denn sie haben die Möglichkeiten Sozialer Netzwerke für das Recruitment entdeckt. Wenn aber Personaler nach Bewerbern googeln, verwischen die Grenzen zwischen privater und beruflicher Nutzung. Manche schlagen jetzt Alarm, doch nicht so die beiden Workshopleiter. Getreu dem aus Walt Disneys Lustigen Taschenbüchern entlehnten Motto „Man muss mit den Wölfen heulen, nur lauter" zeigen Matthias Mayer und Ulrich Wirth, welches Potenzial insbesondere die Präsenz in und die Kommunikation via Sozialen Netzwerken für den Aufbau und die Pflege des eigenen Image birgt.

Der Workshop führt ganz praktisch in die Kommunikation im Web 2.0 ein, fokussiert jedoch auf den beruflichen Nutzen. Konkret liegt das Hauptaugenmerk dabei auf den Chancen, die die unterschiedlichen Kommunikationskanäle im Web 2.0 für das Personal Branding bieten. Unter Personal Branding versteht man die Markenbildung der eigenen Person. Was das bedeutet? Ganz einfach: sich aus der Vielzahl der Bewerberinnen und Bewerber positiv hervorzuheben – und gefunden zu werden. Dafür warten die beiden Referenten mit einer Menge sachdienlicher Tipps auf, wodurch der Workshop den Charakter eines crossmedialen Bewerbertrainings bekommt.
Den Ausgangspunkt stellt Xing dar, die Internet-Kontaktplattform für vorzugsweise geschäftliche Kontakte, und welche Möglichkeiten diese für die Darstellung des Profils auch des jungen Arbeitnehmers hat. Optimal aber werden diese Möglichkeiten erst dann ausgeschöpft, wenn weitere Soziale Netzwerke zur Kommunikation benutzt werden. Denn die Arbeitnehmerpersönlichkeit hat viele Facetten, und für alle diese Facetten hält das Web 2.0 die geeigneten Kommunikationsinstrumente wie Wikis, Blogs, Microblogs, Podcasts und Bewegtbilder bereit.

Lassen Sie sich von den beiden Workshopleitern auf einen effizienten, spannenden und kurzweiligen Trip nach Digit@lien mitnehmen.