Freitag, 26. Juli 2013

Inbound Marketing als Strategie im Bildungsmarketing für Gesundheitsfachberufe


Was ereignet sich gerade in den Gesundheitsfachberufen? Die Bewerbernachfrage nimmt ab, der Wettbewerb – gerade in Ballungsräumen – nimmt zu. Erschwerend kommt hinzu, dass insbesondere Pflegeberufe als „unsexy“ und als One-Way-Ticket in die berufliche Sackgasse gelten. Der „War for talents“ ist jetzt also auch im Ausbildungssektor angekommen. Selbst den Behäbigsten der Bildungsbranche wird dadurch hoffentlich klar, dass es ohne professionelle Positionierung und Selbstdarstellung von Schulen für Gesundheitsfachberufe nicht mehr geht. Im Bildungsmarketing sind traditionell diejenigen am besten, die um zahlende Teilnehmer werben, etwa private Berufsfachschulen. Diese sind den öffentlichen Bildungsträgern zum Teil um fünf bis sechs Jahre voraus
Klassisches Marketing langweilt, wenn es nicht sogar nervt: Es informiert den Konsumenten über Produkte und Dienstleistungen, ohne dass er gefragt wird, ob er überhaupt darüber informiert werden möchte – und das zu allem Überfluss auch noch zur Unzeit. Das nennt sich dann Interruption Marketing oder, etwas höflicher formuliert, Outbound Marketing.
Traditionelles Outbound Marketing benutzt dabei verschiedene, oftmals ausgetretene Wege, um mit Kunden in Kontakt zu kommen: offline werden Kommunikationskanäle wie Kaltakquise, Direktversandwerbung, Propagandisten usw. benutzt, online Techniken wie Display-Werbung oder auch E-Mailings. Dessen Ergebnisse finden sich dann zumeist in jedem Spam-Ordner im E-Mail-Account. Muss bei der Produktwerbung bereits von enormen Streuverlusten ausgegangen werden, kann sich als aufdringlich empfundene Kommunikation im Bereich des Dienstleistungsmarketings sogar als kontraproduktiv herausstellen, weil sie von Kunden als Belästigung oder als unseriös betrachtet wird, wodurch im schlimmsten Fall die Marke beschädigt wird.
Inbound Marketing hingegen spricht nicht den Kunden direkt an, sondern lässt diesen auf sich zukommen. Anstatt den Erstkontakt von potenziellen Kunden mit Werbung herzustellen, geht es darum, über hochwertige Inhalte, den so genannten Content, im Web auf sich aufmerksam zu machen. Erst zu einem späteren Zeitpunkt kommen dann klassische Werbemaßnahmen zum Einsatz – oder auch nicht, wenn die Ausbildungsklasse bis dahin voll ist. Das mag zunächst so klingen, als zäume man das Pferd von hinten auf, wird von vielen Marketing-Fachleuten jedoch als die Zukunft des Marketings angesehen.
Ein ausführlicher Beitrag zum Thema ist in Vorbereitung.

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